Wenn ihr den Schritten vom ersten Teil “Palm Pre Root Zugang” gefolgt seit, müsstet ihr jetzt Root Zugang auf dem Palm haben. Glückwunsch!
Als nächstes sollten zwei Schritte durchgeführt werden:
- Installation des Optware Package Manager
Mit Optware können Programme installiert werden und genau das will man ja erreichen?! Glücklicherweise kann der Palm Packet Manager und Optware parallel ohne Konflikte laufen. - Neuen Benutzer anlegen
Auf einem Linux System sollte man sich aus Sicherheitsgründen nicht als Root anmelden, deswegen wird ein neuer User mit vollen Zugriffsrechten angelegt.

Bevor es losgeht ein wichtiger Hinweis: Jeder Schritt muss genau befolgt werden! Bitte nichts anderes ausprobieren, das wird nur Probleme geben und der Pre startet unter Umständen nicht mehr. Wir können natürlich keine Gewähr geben.
Installation des Optware Packet Manager
- Schreibzugriff auf das Root Dateisystem
Um Änderungen durchzuführen muss zuerst das Root Dateisystem schreibbar gemacht werden.
rootfs_open -w - Ordner für ipkg (Paket-Verwaltungs-System) erstellen
In diesem Schritt werden Ordner für Optware’s ipkg angelegt und direkt gemounted.
mkdir /var/opt
mkdir /opt
mount -o bind /var/opt /opt
echo '/var/opt /opt bind defaults,bind 0 0' >>/etc/fstab
- Das erste Packet installieren
Über wget holen wir uns jetzt das ipkg-opt Paket.
cd /tmp
wget http://ipkg.nslu2-linux.org/feeds/optware/cs08q1armel/cross/stable/ipkg-opt_0.99.163-10_arm.ipk - Entpacken das Pakets
Das gerade heruntergeladene Paket muss entpackt werden.
mkdir /tmp/ipkg
cd /tmp/ipkg
tar xvzf ../ipkg-opt_0.99.163-10_arm.ipk - Entpacken zweiter Schritt
Im der gerade entpackten Datei befindet sich noch mal ein tar.gz Archiv. Auch das muss entpackt werden.
cd /
tar xvzf /tmp/ipkg/data.tar.gz - Aufräumen
Die Dateien im /tmp Ordner können jetzt gelöscht werden.
rm /tmp/ipkg-opt_0.99.163-10_arm.ipk
rm -rf /tmp/ipkg - Optware Konfiguration
In diesem Schritt werden Optware die zu verwendenden Quellen mitgeteilt.
mkdir -p /opt/etc/ipkg
echo "src/gz cross http://ipkg.nslu2-linux.org/feeds/optware/cs08q1armel/cross/unstable" > /opt/etc/ipkg/optware.conf
echo "src/gz native http://ipkg.nslu2-linux.org/feeds/optware/cs08q1armel/native/unstable" >> /opt/etc/ipkg/optware.conf
echo "src/gz kernel http://ipkg.nslu2-linux.org/feeds/optware/pre/cross/unstable" >> /opt/etc/ipkg/optware.conf - Path
Um auf die Befehle in /opt/bin einfacher zugreifen zu können wird der Path gesetzt.
export PATH=/opt/bin:$PATH - Datenbank updaten
Mit diesem Befehl wird die Optware Datenbank auf den neuesten Stand gebracht.
ipkg-opt update - Profile.d
/opt/bin und /opt/sbin werden in die profile.de aufgenommen.
mkdir /etc/profile.d/
cd /etc/profile.d/
wget http://gitorious.org/webos-internals/bootstrap/blobs/raw/master/etc/profile.d/optware
Das wars schon! Optware Package Manager ist damit installiert und fertig für den Einsatz.

Wie schon erwähnt, sollte man aus Sicherheitsgründen eine neuen User anlegen um auf die Verwendung von Root verzichten zu können.
Neuen Benutzer anlegen
- Benutzername vergeben
Im ersten Schritt, kann ein Benutzername vergeben werden. Statt ‘palmpre’ gebt ihr hier den Benutzernamen eurer Wahl ein. - Passwort erstellen
Nach Eingabe des Befehls werdet ihr nach einem Passwort gefragt, bitte daran denken das man mit diesem benutzer/Passwort vollen Zugriff auf das System hat, also auch alle Daten. Man sollte also kein zu leichtes Passwort vergeben.
adduser -h /var/home/$MYUSER $MYUSER - sudo Paket
In den nächsten Schritten wird dafür gesorgt, dass der neu angelegte Benutzer volle Zugriffsrechte erhält. Zuerst muss dazu das sudo package installiert werden.
ipkg-opt install sudo - Zugriffsrechte
Mit den nächsten drei Zeilen Code bekommt der neue User Zugriffsrechte zugeteilt/
chmod 640 /opt/etc/sudoers
echo "$MYUSER ALL=(ALL) ALL" >> /opt/etc/sudoers
chmod 440 /opt/etc/sudoers
export MYUSER=palmpre
Ab jetzt hat man also mit dem neuen Benutzer root Rechte – man sollte sich ab sofort nur noch mit dem neuen Benutzer anmelden. Will man dann einen Befehl ausführen verwendet man sudo mein_befehl, so wie es von anderen Linux Systemen bekannt ist.
Um das System ganz sicher zu machen sollte man OpenSSH installieren. Dazu mehr in einem anderen Posting.




