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Chrome OS

Posted on 22 November 2009 by Markus

In der vergangenen Woche präsentierte Google eine frühe Version von Chrome OS. Chrome OS ist ein schlankes Betriebssystem, basierend auf einem Linux Kernel und einem Web Browser (Chrome). Google versucht eine Nische zwischen Smartphone und Netbook zu finden und verzichtet komplett auf native Applikationen. Das Web bzw. die “Wolke” stehen hier ganz klar im Vordergrund.


Noch nicht ganz klar ist mir, wer die Zielgruppe sein soll. Die Idee eines schlanken Betriebssystems ist sehr löblich, aber letzten Endes setzt dieses Konzept voraus, dass ich permanent mit dem Internet verbunden bin, denn native Applikationen gibt es nicht und soll es wohl auch nicht geben! Nativer Code muss von Google signiert werden um unter Chrome OS laufen zu können. Somit lässt sich unter Chrome OS nicht einmal 1+1 addieren, ohne dass das Gerät eine Anfrage ins Netz bzw. an Google schickt.

Nun kann ich spontan einige Situationen nennen, in denen ich keine Internetverbindung habe, jedoch nicht auf die Funktionalität meines mobilen Begleiters verzichten möchte:

  • In der Bahn. (Zwar meistens UMTS oder EDGE, jedoch auch auf langen Strecken nicht durchgehend.)
  • Im Urlaub bzw. generell im Ausland aufgrund hoher Roaming-Kosten.
  • An öffentlichen Plätzen mangels Sicherheit. (Eine Hotspot-Nutzung ist aus Sicherheitsgründen für mich inakzeptabel. Man beachte, dass viele Informationen heute noch unverschlüsselt übertragen werden.)
  • Bei Freunden / Bekannten, die weder Breitband Internet, noch Access Point haben.

Mir ist ebenfalls nicht klar, weshalb Google hier so knallhart dieses Minimalprinzip durchsetzt. Die Idee, einen Teil der Anwendungen ins Netz zu verlagern ist prinzipiell nicht verkehrt, sollte aber auch nicht ad absurdum geführt und schon garnicht mit besserer Performance begründet werden. Viele Web Applikationen sind dank aufgeblähtem Java Script Code wesentlich hungriger auf CPU und RAM als ihre nativen Vertreter. Deshalb sollte Google meiner Meinung nach die Basics wie Mail Client, Instant Messenger, Text Editor, Rechner, Medienplayer etc. als native Programme mitliefern. Nun möchte ich hierüber auch nicht zu früh meckern, denn bei Apple war es anfangs mit dem iPhone auch nicht anders. Wir erinnern uns, dass das SDK und der App Store erst mit Firmware 2.0 kamen. Also freuen wir uns auf Chrome und (hoffentlich) eine neue Ära des mobilen Internets.

Hier noch eine Demo:

Wer gerne mag, kann das neue Betriebssystem jetzt bereits testen. Den Download und den Source Code gibt es unter http://www.chromium.org/.

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Linpus: Root Passwort, SSH und VLC

Posted on 29 June 2009 by Nils

Streng gesehen hat dieses Posting hier nichts bei MWE zu suchen. Ich war aber lange auf der Suche nach guten Linpus Quellen und möchte deswegen mein gewonnenes Wissen weitergeben, auch wenn es nicht direkt mit dem Thema Mobile zu tun hat.
Mein Netbook wurde mit Betriebssystem Linpus ausgeliefert. Eine speziell auf Netbooks zugeschnittene Linux Version, die hervorragend mit den eher geringen Hardware Ressourcen eines Netbooks umgeht.

linpus vlc ssh root

Linpus ist sicherlich nicht das beste Betriebssystem – nach Testinstallationen von Windows XP und Ubuntu bin ich aber wieder bei Linpus. Die beiden anderen Versuche waren weniger erfolgreich, XP ging komisch mit der Hardware um (Festplattenkratzen, Lüfter lief ständig) und Ubuntu war zu langsam.
Um mit Linpus gut arbeiten zu können habe ich folgende Modifikationen vorgenommen.

Linpus Root Passwort
Eine Frage, die sich mir gleich am Anfang stellte: Was ist eigentlich das Linpus Root Passwort, das man zum Installieren von Software benötigt?
User: root
Passwort: 111111

Linpus SSH
Früher oder später wird man SSH Zugang zu einem Server benötigen – wird dann aber feststellen, dass das SSH Paket bei Linpus nicht installiert ist.
Folgendes Kommando in der Shell schafft Abhilfe:
sudo yum install openssh-clients

Linpus VLC Media Player
Das groesste Problem, das ich hatte war der installierte Medien Player “SMPlayer”. Er wollte kein mp3, avi oder mpg abspielen. Der VLC Media Player scheint eine gute alternative – der Download installiert nicht nur VLC an sich, sondern auch diverse Codecs. Die folgenden 2 Zeilen Code machen jedes Linpus Netbook zum vollwertigen Abspielgerät – bei mir werden auch FUll HD Filme ruckelfrei abgespielt.
sudo rpm -ivh http://download1.rpmfusion.org/free/fedora/development/i386/os/vlc/vlc-1.0.0-1.fc12.i586.rpm
sudo yum install vlc python-vlc mozilla-vlc

Linpus weitere Programme z.B. Pidgin, Wine
Um weitere Programme, wie z.B. Wine oder Pidgin zu installieren geht man eigentlich immer den gleichen Weg.
sudo yum install Programmname

Bei Pidgin wäre es also sudo yum install pidgin oder respektive sudo yum install wine für Wine.

linpus vlc root pidgin

Viel Spaß mit Linpus!

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iDoctor mobile development coding