Mittlerweile hat sicherlich jeder mit Google Chrome OS rumgespielt. Viele haben gejubelt, viele haben vor Enttäuschung geschrien.
Ich gehöre eher zur jubelnden Sorte – 80% eines Arbeitstages befinde ich mich im Browser, 15% am Whiteboard und die restlichen 5 in anderen Programmen. Privat bin ich quasi 100% im Browser. Ein OS das in Sekunden bootet, keine Micky Maus Oberfläche hat, scheint ideal zu sein.
Wie auch immer, Google will wohl wirklich als Hardwarehändler auftreten. Das Nexus One soll man direkt bei Google bestellen können und auch das Google Netbook mit Chrome OS wird von Mountain View vertrieben werden. Erste (gemutmasste) Specs sehen wie folgt aus:
Und das beste zum Schluss: Das ganze wird es fuer um die 200 Euro geben werden!
Wenn man schon sämtliche Daten nach Kalifornien schickt, spart man wenigstens beim Kauf der Hardware…
In der vergangenen Woche präsentierte Google eine frühe Version von Chrome OS. Chrome OS ist ein schlankes Betriebssystem, basierend auf einem Linux Kernel und einem Web Browser (Chrome). Google versucht eine Nische zwischen Smartphone und Netbook zu finden und verzichtet komplett auf native Applikationen. Das Web bzw. die “Wolke” stehen hier ganz klar im Vordergrund.
Noch nicht ganz klar ist mir, wer die Zielgruppe sein soll. Die Idee eines schlanken Betriebssystems ist sehr löblich, aber letzten Endes setzt dieses Konzept voraus, dass ich permanent mit dem Internet verbunden bin, denn native Applikationen gibt es nicht und soll es wohl auch nicht geben! Nativer Code muss von Google signiert werden um unter Chrome OS laufen zu können. Somit lässt sich unter Chrome OS nicht einmal 1+1 addieren, ohne dass das Gerät eine Anfrage ins Netz bzw. an Google schickt.
Nun kann ich spontan einige Situationen nennen, in denen ich keine Internetverbindung habe, jedoch nicht auf die Funktionalität meines mobilen Begleiters verzichten möchte:
In der Bahn. (Zwar meistens UMTS oder EDGE, jedoch auch auf langen Strecken nicht durchgehend.)
Im Urlaub bzw. generell im Ausland aufgrund hoher Roaming-Kosten.
An öffentlichen Plätzen mangels Sicherheit. (Eine Hotspot-Nutzung ist aus Sicherheitsgründen für mich inakzeptabel. Man beachte, dass viele Informationen heute noch unverschlüsselt übertragen werden.)
Bei Freunden / Bekannten, die weder Breitband Internet, noch Access Point haben.
Mir ist ebenfalls nicht klar, weshalb Google hier so knallhart dieses Minimalprinzip durchsetzt. Die Idee, einen Teil der Anwendungen ins Netz zu verlagern ist prinzipiell nicht verkehrt, sollte aber auch nicht ad absurdum geführt und schon garnicht mit besserer Performance begründet werden. Viele Web Applikationen sind dank aufgeblähtem Java Script Code wesentlich hungriger auf CPU und RAM als ihre nativen Vertreter. Deshalb sollte Google meiner Meinung nach die Basics wie Mail Client, Instant Messenger, Text Editor, Rechner, Medienplayer etc. als native Programme mitliefern. Nun möchte ich hierüber auch nicht zu früh meckern, denn bei Apple war es anfangs mit dem iPhone auch nicht anders. Wir erinnern uns, dass das SDK und der App Store erst mit Firmware 2.0 kamen. Also freuen wir uns auf Chrome und (hoffentlich) eine neue Ära des mobilen Internets.
Hier noch eine Demo:
Wer gerne mag, kann das neue Betriebssystem jetzt bereits testen. Den Download und den Source Code gibt es unter http://www.chromium.org/.
Bisher wurde man als Smartphone Besitzer beim browsen weitgehendst von Werbung verschont. Das dürfte sich bald ändern, da von Google eine speziell für High-End Handys angepasste AdSense Version vorgestellt wurde. Google stürzt sich zunehmend auf den mobilen Werbemarkt, so wurde erst heute bekannt, das iPhone Usern bei benutzen der Google Maps Applikation Werbung angezeigt wird. Google versucht also die seit Jahren unbeantwortete Frage “Wie mache ich mit den ganzen mobile Internet Usern Geld” zu beantworten.
Hier erklärt dann noch eine Dame von Google, was dieses ‘AdSense for High-End Mobile’ ist:
Mobile SEO ist noch eine relativ junge Disziplin. Die Optimierung für die mobile Suche wird zwar von jeder SEO Klitsche mit angeboten, aber niemand weiß so richtig wie man es macht.
In einer losen Serie wollen wir uns Tipps und Tricks zu Mobile SEO anschauen. Zum Anfang ein Vergleich: Herkömmliches SEO vs. mobile SEO und die Herausforderung bei mobile SEO.
Beschreibung
Mobile Web
Desktop Web
Herausforderung
Keyword
Wenig Zeichen
Viele Zeichen/ ganze Sätze
Relevanten Content trotz weniger Keywords filtern/anzeigen
Location awareness
Wichtig
Weniger wichtig bis unwichtig
Inhalte gemäß der Umgebung anzeigen
Standardisierung
Viele unterschiedliche Geräte, Browser etc., kein Standard
Standardisierung zumindest bei Browsern
Gute Usability trotz fehlender Standards
Format
Mobile spezifisch
Generisch
SERP sollte auf das Endgerät zugeschnitten sein. Wird nach Klingelton gesucht sollten idealerweise nur Klingeltöne für die Hardware mit der gesucht wird angezeigt werden
Wir sind alle total vergoogled. Emails liegen bei Google, Dokumente liegen bei Google, die DNA liegt bei Google, Routen plant man bei Google, selbst das Handy ist powered by Google. Aber Google scheint das nicht genug zu sein. Jetzt wird das letzte Stück Technik angegriffen auf dem es bisher noch keinen Google Stemple gab. Das Herz eines jeden Computers, das Betriebssystem.
Google stellt Google Chrome OS vor. Ein Betriebssystem speziell auf die heutige mobile Generation zugeschnitten. Chrome OS ist ein auf Linux basierendes Open Source Betriebssystem – klar, bei Google ist alles Open Source und damit umsonst, man gehört ja nicht zu den bösen Konzernen.
Die Open Source Community wird auch direkt zur Mithilfe aufgerufen – ist ja auch geschickt, wenn man nichts für Entwickler bezahlen muss, es kommt alles für umsonst von der Community
Google verspricht, dass Chrome OS in Sekunden bootet, selbst nach monatelanger Benutzung nicht langsamer wird und die Installation sehr einfach ist. Chrome soll also das erste richtige mobile Betriebssystem für den Computer werden. Dem Bericht ist auch zu entnehmen, das alle Daten in der Wolke gespeichert werden. Bei Google verständlicherweise. Noch mehr Daten also für die Google Krake um ein besseres persönliches (Werbe)Profil zu erstellen.
Bitte versteht mich nicht falsch – ich bin ein Google Poweruser und bin von fast allen Google Produkten sehr überzeugt. Und werde mich natürlich auch auf Herbst freuen, wenn der Quellcode bereitliegt und noch mehr auf die zweite Hälfte 2010, wenn die ersten Chrome OS Netbooks im Laden stehen. Google entwickelt sich aber immer mehr zum Monopolisten – und das in allen Bereichen. Und eine Monopol ist nie gut. Weil es Innovationen bremst und kleine aufstrebende Projekte (wie z.B. Moblin) verdrängt.
Aber zum Glück ist Google’s Leitsatz “Don’t be evil” – also klatschen wir, so wie alle anderen Mobile- & Techblogs, in die Hände und hypen Google Chrome OS!
Angenommen man arbeitet bei einem Telekommunikationsanbieter und will Android verwenden.
Lädt man die Software einfach runter und installiert sie? Darf man Modifikationen machen? Müssen Google Services integriert sein oder darf man die weglassen?
Android ist zwar eine offene Plattform, will man aber von ihr Gebrauch machen, muss man sich an gewisse Bedingungen halten. Android ist in 3 verschiedenen Versionen von Google erhältlich:
Die Version ohne jegliche Verbindlichkeiten
Android darf frei installiert und konfiguriert werden. Es dürfen beliebig viele Apps vorinstalliert sein – allerdings darf keine Google App auf dem Gerät sein, wenn es ausgeliefert wird. Also kein Gmail, Google Maps etc..
Die Version mit ein paar Bedingungen
Ist gleich wie obige Version, allerdings muss eine Vereinbarung mit Google eingegangen werden um Google Apps vorinstallieren zu dürfen. Die Version wird von den meisten Anbietern gewählt.
Die Version mit dem Google Logo
Entscheidet man sich für diese Version, handelt es sich quasi um ein “Google Phone”. Das Google Logo wird das Handset zieren und Google Apps können nicht deinstalliert werden. Außerdem muss voller Zugang zum App-Market gewährleistet werden – es darf also keine Zensur ala “diese App ist mir zu gewalttätig” stattfinden.
Wer jetzt also sein eigenes Android Handy bauen will, weiß Bescheid!
Google hat einige Details zur neuen Version 1.5 des Android Betriebssystems durchsickern lassen. Android basiert nun auf der Version 2.6.27 des Linux Kernels und bringt folgende Features mit:
User interface refinements
System-wide:
Refinement of all core UI elements
Animated window transitions (off by default)
Accelerometer-based application rotations
UI polish for:
In-call experience
Contacts, Call log, and Favorites
SMS & MMS
Browser
Gmail
Calendar
Email
Camera & Gallery
Application management
Performance improvements
Faster Camera start-up and image capture
Much faster acquisition of GPS location (powered by SUPL AGPS)
Smoother page scrolling in Browser
Speedier GMail conversation list scrolling
New features
On-screen soft keyboard
Works in both portrait and landscape orientation
Support for user installation of 3rd party keyboards
User dictionary for custom words
Home screen
Widgets
Bundled home screen widgets include: analog clock, calendar, music player, picture frame, and search
Live folders
Camera & Gallery
Video recording
Video playback (MPEG-4 & 3GP formats)
Bluetooth
Stereo Bluetooth support (A2DP and AVCRP profiles)
Auto-pairing
Improved handsfree experience
Browser
Updated with latest Webkit browser & Squirrelfish Javascript engines
Copy ‘n paste in browser
Search within a page
User-selectable text-encoding
UI changes include:
Unified Go and Search box
Tabbed bookmarks/history/most-visited screen
Contacts
Shows user picture for Favorites
Specific date/time stamp for events in call log
One-touch access to a contact card from call log event
System
New Linux kernel (version 2.6.27)
SD card filesystem auto-checking and repair
SIM Application Toolkit 1.0
Google applications
View Google Talk friends’ status in Contacts, SMS, MMS, GMail, and Email applications
Batch actions such as archive, delete, and label on Gmail messages
Upload videos to Youtube
Upload photos on Picasa
New APIs and developer tools
UI framework
Framework for easier background/UI thread interaction
New SlidingDrawer widget
Horizontal ScrollView widget
Home Screen framework
APIs for creating secure home screen widgets
APIs for populating live folders with custom content
Media framework
Raw audio recording and playback APIs
Interactive MIDI playback engine
Video recording APIs for developers (3GP format)
Video and photo sharing Intents
Media search Intent
Input Method framework
Text prediction engine
Ability to provide downloadable IMEs to users
Speech recognition framework
Support for using speech recognition libraries via Intent
Misc API additions
LocationManager – Applications can get location change updates via Intent
WebView – Touch start/end/move/cancel DOM event support
SensorManager – redesigned sensor APIs
GLSurfaceView – convenience framework for creating OpenGL applications
Broadcast Intent for app update install succeeded – for smoother app upgrade experience
Developer tools
Support for multiple versions of Android in a single SDK installation
Zukünftig soll die GMail-Applikation von Google E-Mails auch dann anzeigen, wenn das iPhone nicht mit dem Internet verbunden ist. Möglich macht dies ein neu Entwickelter Client auf Basis von HTML 5. Die HTML 5 Codebasis soll für alle unterstützten Plattformen identisch sein.
Das interessante an dieser Ankündigung ist gar nicht so sehr die technische Umsetzung, sondern vielmehr die neue Positionierung hin von reinen Online Anwendungen zu ausgewachsenen Desktop Applikationen. Mit einem eigenen Betriebssystem sowie genialen Applikationen die nun sowohl online als auch offline funktionieren, drängt Google nun mehr und mehr auf einen Markt, der bisher von Giganten wie Microsoft und Apple dominiert wird.
Ich persönlich rechne Google mit dieser Strategie sehr große Chancen ein, da Google bislang das einzige Unternehmen ist, welches das Internet im Ansatz versteht. Verteilte Anwendungen, Cloud Computing, Interface Design, Funktionalität, Spaßfaktor. Dies sind alles Punkte bei denen Google die Nase weit vorn hat. Ich bin sehr gespannt ob ich in 3 Jahren nur noch einen Thin Client mit Android OS zu Hause stehen habe, auf dem nur noch webbasierte Anwendungen laufen? Vermutlich ist es das wo Google hin möchte. Stellt sich nur die Frage ob das auch im Sinne von uns Anwendern ist?
Google will angeblich einiges am Android Market verbessern:
Desktop/Web Version des Android Market
Separate Kategorie für Themes
Weitere Sortier-Optionen
Insbesondere die Desktop/Web Applikation ist natürlich hochinteressant. Vor allem wenn es wirklich eine Web-Applikation werden wird. Dann hätte Android einen großen Vorteil gegenüber dem App Store – iPhone backup etc. ist bekannterweise nur über iTunes möglich. Wenn man kein iTunes Freund ist – so wie ich – stört das gewaltig…!
Ich bin mittlerweile großer Freund der sonntäglichen Gastbeiträge auf TechCrunch geworden.
An diesem Sonntag hat Vic Gundotra von Google Mobile einen sehr interessanten Artikel veröffentlicht.
Mit diversen Referenzen bestückt, geht Vic in seinem Artikel auf das Mobile Web ein und spricht drei Empfehlungen für ein besseres Mobiles Web aus:
Einfachere Tarifstrukturen
Bessere Browser
Gute Endgerät Usability
Ein paar andere bemerkenswerte Fakten aus dem Beitrag
- in 2009 werden zum ersten Mal die Hälfte aller neuen Internetanschlüsse mobile sein
- Android & iPhone machen nur 13% des Smartphone Markts aus, 50% des mobilen Traffics kommen aber von Android & iPhone
- G1 Benutzer haben Google 20-mal öfter befragt als Nokia S60 Benutzer