Die beiden Prepaid Anbieter Simyo und Blau Mobilfunk bieten ab sofort eine mobile “Datenflat” an. “Datenflat” in Anführungszeichen, weil es sich wie in den meisten Fällen nicht um eine richtige Flatrate handelt, sondern um einen Volumentarif der von den jeweiligen Marketingabteilungen, weshalb auch immer, als Flatrate verkauft wird.
Nichts desto trotz ist das Angebot sehr attraktiv! Der Kunde erhält 1GB Traffic für nur 10,-€ monatlich. Da es sich wie eingangs erwähnt um Prepaid Anbieter handelt, entfällt die meist übliche 24-monatige Vertragslaufzeit. Der Tarif ist somit besonders für Einsteiger und Interessierte zu empfehlen, da man für 10,- € bequem einen Monat lang das mobile Internet testen kann und nicht gleich für 24 Monate gebunden ist. 1GB Übertragungsvolumen sollte locker für die üblichen Anwendungsfälle wie E-Mail, surfen und chatten ausreichen. Wenn Webradio und Youtube ins Spiel kommen, könnte es allerdings eng werden.
Einziger Wermutstropfen: Beide Anbieter nutzen das E-Plus Netz, dessen UMTS Ausbau den übrigen Netzbetreibern weit hinterher hinkt und lediglich Datenraten von 384Kbit im Downstream bietet.
Fazit: Ein sehr attraktives Angebot für Einsteiger und Normalnutzer. Wenn man sich überwiegend in von E-Plus mit UMTS versorgten Gebieten aufhält und mit Datenraten von 384Kbit/s (ca. 48KB/s) gut leben kann, sollte man zuschlagen. Für 10,-€ monatlich handelt es sich hierbei um das derzeit beste Datenangebot!
UPDATE: Simyo hat sich nach einigen Protesten nun entschieden von dem Begriff “Flatrate” Abstand zu nehmen und das Angebot als Handy-Internetpaket 1GB zu vermarkten. Das ist ein guter Schritt in Richtung Kundenzufriedenheit!
Das Optimieren auf unterschiedliche Browser ist schon im normalen Web ein Problem. Im mobilen Bereich ist dieses Problem noch viel grösser.
Es gibt zig Endgeräte, zig Betriebssysteme, zig Browser und keinen Standard. Ergebnis: Content der auf einem System perfekt aussieht, kann auf einem anderen unlesbar sein oder sogar das System zum Absturz führen.
Abhilfe schafft die konsequente Optimierung der Präsenz mit einer automatischen Erkennung mit welchen System zugegriffen wird. Zumindest auf diese 4 Systeme und deren jeweilige Browser sollte optimiert werden:
Windows Mobile
Symbian
iPhone
Blackberry
Bei Bedarf kann noch eine “text-only” Version angeboten werden.
Man denkt ja gerne nur an die negativen Dinge (die technischen Grenzen des letzten Teils) – und dabei vergisst man die positiven Effekte. Ein Handy kann einiges besser als der PC!
Eine mobile Präsenz sollte idealerweise nicht nur einer herkömmlichen Webseite gleichen, sondern die Möglichkeiten eines Mobiltelefon voll ausschöpfen. Denn der Besucher hat ein mächtiges Gerät in den Händen:
location-awarness
Leite den Besucher zum einem nahen Ladengeschäft; biete Sonderangebote an, wenn der Besucher nah ist; mache spezielle, regionale Angebote
Telefon
Bitte ein Rückruf Link an (der idealerweise unmittelbar ausgeführt wird)
Kamera
Lasse Bilder von Besuchern hochladen und biete eine Verlosung etc. an
SMS
Perfekt für direktes Feedback oder um Informationen an Bekannte weiterzuleiten
Musik
Biete Klingeltöne oder Musikstücke an
Kalender
Termine können direkt und automatisiert eingetragen werden
Micropayment
Es kann sofort bezahlt werden. Perfekt!
Es gibt quasi unendliche Möglichkeiten. Mit etwas Kreativität kann eine eindrucksvolle Kampagne entwickelt werden.
Und wer diese nicht besitzt kann immer noch Hilfe rufen – zum Beispiel die mobilen Berater!
Die in Santa Clara (Ca, USA) ansässige Firma “Create with Context” hat rechtzeitig zum World Usability Day 2008 eine interessante Usability-Studie veröffentlicht die zeigt, wie Otto Normal mit dem iPhone umgeht.
Die Studie klärt folgende Fragen:
Wie interagieren die getesteten Personen mit der iPhone Plattform?
Welche Bedienkonzepte funktionieren und welche nicht. Und weshalb?
Welche Erwartungen der getesteten Personen an die iPhone Plattform werden tatsächlich erfüllt?
Wo hat das iPhone User Interface seine stärken und wo seine schwächen
uvm.
In der Studie wird die Bedienbarkeit des iPhones bei neuen iPhone Nutzern (novice users) und Erfahrenen Nutzern analysiert. Desweiteren werden acht Gestaltungsregeln für das iPhone User Interface beschrieben.
Die Studie bringt Probleme sehr schnell auf den Punkt, beinhaltet aber keine quantitativen Ergebnisse. Jeder der Anwendungen für mobile Endgeräte entwickelt oder konzeptioniert sollte unbedingt einen Blick in den Bericht werfen.
Die E-Plus Gruppe hat mit Beta2go eine offene Plattform für mobile Anwendungen geschaffen. Entwickler haben hier die Möglichkeit, innovative Ideen und Konzepte in Form von Beta-Software oder mobilen Webanwendungen einer affinen Zielgruppe zugänglich zu machen, um so den potentiellen Erfolg einer Markteinführung abschätzen zu können. Der Dienst kann über folgende URL aufgerufen werden: http://beta2go.de/de/.
Das Angebot soll sich vor allem an affine Nutzer richten und alle Genres bedienen. Von Handy Spielen über Flirt- und Community-Dienste bis hin zur mobilen Navigation oder Fahrplanauskunft soll früher oder später möglichst alles zum Portfolio gehören. Zum normalen Internetauftritt wurde zusätzlich noch ein mobiles WAP-Portal geschaffen, dessen Nutzung für E-Plus Kunden kostenlos ist. Die Anwendungen können direkt über den WAP-fähigen Browser ohne Umwege aufs Handy geladen werden. Um langfristig die Qualität der Inhalte sicherzustellen, hat E-Plus eine Bewertungsfunktion eingerichtet. Nutzer können einer Anwendung bis zu 5 Sterne geben.
Zum Start hat beta2go 3 mehr oder weniger attraktive mobile Anwendungen im Angebot. Das ist leider zu wenig, wenn die Plattform nicht wieder nach 14 Tagen in Vergessenheit geraten soll. Zum Vergleich: Der iTunes AppStore von Apple ist mit ca. 800 Applikationen gestartet und bietet beim täglichen stöbern immer wieder etwas neues. Genau dieses Erlebnis macht den Reiz einer solchen Plattform aus und entscheidet langfristig über Erfolg oder Misserfolg. Ohne Applikationsvielfalt -> keine Nutzer. Ohne Nutzer -> keine Entwickler!
Die Jungs von iSuppli zerlegen ja mal ganz gerne ein Telefon in Einzelteile und berechnen wie viel die Hardware kostet. Das wurde jetzt auch für das Android G1 gemacht.
Un die Hardware ist relativ teuer. Von iSuppli wurde ein Gesamtpreis von 143,89 Dollar errechnet, das sind um die 115 Euro. Der Preis ist exclusive Produktionskosten, Verpackung, Software etc..
Man kauft das G1 also wirklich besser im Laden als es sich selber zusammenzubauen!
Wenn WordPress als CMS einer Seite eingesetzt wird, ist das Erstellen einer iPhone optimierten Seite kein Problem. Plugin aktivieren und fertig (in den nächsten Tagen werden wir einige dieser Plugins hier ausführlich testen). Aber was macht man mit einer herkömmlichen Webseite oder einem anderen CMS?
intersquash.com bietet eine simple und saubere Lösung des Problems an. RSS feed angeben, Titel vergeben, button klicken und fertig!
Das ganze wird freundlicherweise noch anhand eines kurzen Videos erklärt.
Wenn man einen mobilen Besucher sofort von seiner Seite vergraulen möchte, geht das sehr einfach: Behandle ihn wie ein Desktop User – und schon ist er weg!
Selbst die neuesten mobilen Endgeräte haben technischen Grenzen und sind nicht mit dem Surfvergnügen an einem PC zu vergleichen. In der Vergangenheit wurde diese Limitation oftmals frustriert zur Kenntnis genommen, mittlerweile werden aber tolle, benutzerfreundliche Applikationen nur für mobile Endgeräte eingesetzt.
Für mich immer noch eines der besten mobile Applikationen ist das iPhone App der New York Times. Perfekte Darstellung, einfache Bedienung und – Artikel können auch offline gelesen werden. Perfekt, so sollte es immer sein!
Folgendes sollte man bei mobilen Projekten immer bedenken:
Der Bildschirm ist klein – Hört sich lapidar an, aber immer daran denken: Jeder Pixel zählt!
Es gibt keine Maus – Oben und Unten Navigation ist in Ordnung, aber bei Links und Rechts hört es dann auch schon auf. Das gilt es zu vermeiden.
Tippen ist umständlich – Bitte auf jegliche Art von umfangreichen Eingabemöglichkeiten verzichten! Es gibt nicht schlimmeres als ein Formular mit einer Handytastatur auszufüllen.
Langsame Verbindung – Auch wenn die Infrastruktur stetig ausgebaut wird, kann die mobile Verbindungsgeschwindigkeit nicht mit einer DSL Verbindung mithalten. Vor allem außerhalb Städten geht es langsam voran, also bitte auf aufwendigen Content verzichten!
Jedes Byte kostet – Normalerweise wird per Traffic und nicht per Onlinezeit abgerechnet, darum sollte auf große Bilder, Dateien und Seiten verzichtet werden.
Ein häufiger Fehler in der Entwicklung mobiler Seiten ist die 1 zu 1 Portierung von herkömmlichem Content.
Aber welcher mobile Besucher will durch 7-stufige Menüs navigieren oder den vollständigen Finanzbericht von 2007 lesen?
Es gilt also einige Dinge zu beachten, ein mobiler Besucher will normalerweise:
Schnellen Zugriff auf relevante Informationen
Keine langen Texte, große Bilder und wenige Klicks zum Ziel
Content für mobilen Zugriff optimiert
Idealerweise location-awareness der Seite
Prinzipiell ist ein Plugin, welches bisherigen Content automatisiert für mobile Geräte übersetzt, sicherlich nichts falsches. Allerdings sollte man eben auch den Content selber anpassen. Oder noch besser: eine reine mobile Präsenz aufbauen.
Im nächsten Beitrag werde ich auf technische Grenzen und Möglichkeiten eingehen.
Mobile Marketing ist schon seit längerem ein Buzzword. Jetzt, Ende 2008 wachen immer mehr Firmen auf und wollen schnellstmöglich eine mobile Präsenz, gepaart mit diversen mobilen Diensten den Kunden anbieten.
Und diese Firmen sind sicherlich nicht falsch – das mobile web ist das nächste große Ding. Und es ist richtig groß. Es gibt weitaus mehr Mobiltelefone als Computer, in manchen Ländern gibt es sogar mehr mobile Endgeräte als Einwohner.
Der mobile User ist Traum jedes Marketing Experten, das Geraet ist immer:
mit dem Netz verbunden
zur Hand
personenbezogen und meist nur in persönlicher Benutzung
Leider werden bei mobilen Projekten viele Fehler begangen und einige Dinge nicht bedacht.
In den nächsten Tagen will ich auf die häufigsten Fehler im Mobile Marketing eingehen. Folgende Themen werden behandelt werden: